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Crazy Farm und fairer Boden

Das Greenmotions Filmfestival Freiburg

„Closing the Loop: Innerhalb planetarer Grenzen leben“ – unter diesem Sonderthema stand das diesjährige Greenmotions Filmfestival. Am Sonntag, den 9. November, wurden im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof Filme gezeigt, die sich mit Landwirtschaft, Klimawandel und gerechten Zukunftsperspektiven beschäftigten.

Der Kurzfilm „The Crazy Farm“ porträtiert das außergewöhnliche Agrarprojekt der Taiwanesin Humama nahe Chengdu. Mit 50 Jahren ließ sie ihr Stadtleben hinter sich, um eine ökologische Farm aufzubauen, auf der Gemüseanbau und Viehzucht bewusst in Harmonie miteinander verbunden werden. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie mutige persönliche Entscheidungen neue Formen nachhaltiger Landwirtschaft möglich machen – selbst wenn man dafür von anderen als verrückt angesehen wird.

Der Dokumentarfilm „Demain, la Vallée“ von Jérôme Prudent richtet den Blick auf kollektive Prozesse: Bürger:innen, Landwirt:innen und Wissenschaftler:innen stimmen im Tal der Arac in der französischen Ariège ihre Perspektiven aufeinander ab, um angesichts des Klimawandels gemeinsam über die Nutzung ihrer Böden zu entscheiden. Der Film macht sichtbar, wie Konflikte offen verhandelt und unterschiedliche Interessen zusammengeführt werden können – mit dem Ziel, tragfähige Entscheidungen für Mensch, Natur und Landwirtschaft zu entwickeln.

Im Anschluss an die Filmvorführungen fand eine Podiumsdiskussion statt, die den Bogen nach Freiburg schlug. Vertreter:innen der Agronauten, von Piluweri, der Regionalwert AG sowie der Gartencoop diskutierten, was es bedeutet, Landwirtschaft gerechter, resilienter und zukunftsfähig zu gestalten. Schnell wurde deutlich: Der notwendige Wandel gelingt nur, wenn unterschiedliche Akteur:innen miteinander ins Gespräch kommen – über Branchen, Lebensrealitäten und Überzeugungen hinweg.

Das Greenmotions Filmfestival bot dafür einen inspirierenden Raum und zeigte wie Film und Dialog gesellschaftliche Debatten anstoßen und vertiefen können.

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