Am 29. Und 30. Juni 2021 fand der Online-Kurs „Einführung in Soziale Innovationen in der Landwirtschaft“ statt. Geleitet wurde er von unserer Mitarbeiterin Elena Parra für das soziale Innovationszentrum „La Noria“, mit Sitz in Malaga (Spanien). (https://www.malaga.es/)

Das Ziel des Kurses war es soziale Innovationen zu erkennen und in ländlichen Räumen zu fördern. Die Teilnehmer*innen kamen aus dem Landwirtschaftssektor und aus der Verwaltung. Die Hauptthemen waren die Probleme und die Herausforderungen im landwirtschaftlichen Sektor und aktuelle Trends und Alternativen, die das Paradigma verändern. Das Konzept der Ökosystemdienstleistungen und nachhaltige Ernährungssysteme wurden behandelt. Soziale Innovationen in der Landwirtschaft können Betriebsleiter*innen helfen ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu kommunizieren, Transparenz in die Wertschöpfungskette einzubringen, Kooperationen zwischen Unternehmen aufzubauen und den Herausforderungen der industrialisierten Landwirtschaft zu begegnen.

Verschiedene Best Practice Beispiele von Projekten mit sozialer Innovation, die in Spanien, Portugal und Deutschland beheimatet sind, wurden vorgestellt. Der portugiesische Verein „Fruta Feia“ tritt gegen die Lebensmittelverschwendung ein: Seine Mitglieder abonnieren Kisten mit Obst und Gemüse, das den optischen Qualitätsansprüchen der Supermärkte und des Lebensmittelhandels nicht entspricht.

Der Verein Alvelal hat sich aufgemacht ein Gebiet in Spanien durch Ökolandwirtschaft zu regenerieren. „La Bolina“ bietet eine Abo-Kiste mit Gemüse und Obst an, und beschäftigt Geflüchtete in seinem Betrieb. Diese und andere Projekte waren eingeladen über ihre Erfahrungen zu erzählen. Von der Regionalwert AG Freiburg hat Emilie Fus über das Konzept der Bürgerbeteiligung für eine nachhaltige, regionale Landwirtschaft gesprochen. Auch die Richtig Rechnen Methode und die Bewertung von unsichtbaren sozial-ökologische Leistung in der Landwirtschaft wurden vorgestellt.