ProjectTogether beschreibt sich selbst als Social Acceleration Plattform, um Talente der nächsten Generation zu fördern. Doch fördern reicht nicht aus, denn das junge Team aus Berlin weiß: die SDGs sollen in 10 Jahren erreicht sein und die Uhr tickt. Mit Power und ansteckender Motivation treiben sie konkrete Lösungen für unsere Zukunft voran und vernetzen GründerInnen und UnterstützerInnen. Auch Christian Hiß unterstützt ProjectTogether in diesem Rahmen. Lesen Sie jetzt mehr über diese dynamische Unternehmung in dem Gastbeitrag von ProjectTogether!

Machen wir so weiter wie bisher oder stellen wir jetzt die Weichen für eine Welt, in der auch die nachfolgenden Generationen würdevoll leben können? Das ist die Frage, die sich jetzt stellt, wenn unsere globale Gesellschaft nach dem Stillstand durch Corona allmählich in die alte “Normalität” zurückfindet. Doch was ist eigentlich normal? Die Krise hat gezeigt wie fragil und problematisch unsere wirtschaftlichen Strukturen sind. Jüngstes Beispiel sind die Skandale in der Fleischindustrie.

Gleichzeitig wurde während der Pandemie klar: Wenn wir wollen, können wir als Gesellschaft mit vereinten Kräften zum Wohle aller handeln. Genauso entschlossen wie die Probleme im Zuge von CoVid-19 kann auch der Klimawandel angegangen werden. Dazu ruft die Farm-Food-Climate Challenge auf. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz steht sie im Zeichen des European Green Deals der Europäischen Kommission, ein Maßnahmeplan für Europa als erster klimaneutraler Kontinent im Jahr 2050.

Einige der größten Handlungsfelder für eine klimasichere Zukunft liegen zwischen Feld und Teller

Mit der Farm-Food-Climate Challenge wollen die Organisatorinnen, die gemeinnützige Organisation ProjectTogether und die elobau Stiftung, eine Innovationsplattform für eine klimapositive Landwirtschaft und Ernährung schaffen. Denn der Agrar- und Ernährungssektor ist für eine nachhaltige Wirtschaft von zentraler Bedeutung: Lebensmittelverwertung, Lieferketten, Humusaufbau, Feldbewirtschaftung, Tierhaltung, Nachfrage und Konsumentenverhalten, politische Rahmenbedingungen – an all diesen und noch weiteren Stellschrauben lässt sich drehen.

Über 100 Initiativen – Start-Ups, Vereine oder auch Einzelpersonen – mit konkreten Lösungsansätzen für eine klimapositive Landwirtschaft und Ernährung sollen in einem großen Beteiligungsprozess zusammenkommen. Zusammen mit Fachexpert:innen und Partner:innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft werden sie neun Monate lang ihre Ideen in der Praxis testen. Erfolgreich erprobte Lösungsansätze gelangen in die Umsetzungsphase. Initiativen können sich noch bis 31. Juli 2020 eintragen: http://www.farm-food-climate.de/

Jede Woche ein Online-Event zu einem Thema aus dem Bereich Farm-Food-Climate

Bereits jetzt findet im Vorprogramm jeden Dienstagabend der Farm-Food-Climate Dialog statt – ein offenes Online-Event für alle, deren Herz für mehr Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Ernährung schlägt. Im Mittelpunkt steht Vernetzung, doch auch spannende Inhalte von Expert:innen und Vordenker:innen aus den vielfältigen Themengebieten stehen auf dem Programm. Bei der ersten Ausgabe sprach unter anderem Sarah Wiener, eine der Botschafterinnen der Farm-Food-Climate Challenge:

 

 

Ende Juli 2020 werden die am weiteren Programm beteiligten Initiativen bekannt gegeben. Aus den einzelnen Teams wird eine feste Community entstehen, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen. Auch Coaches stehen mit Rat und Tat zur Seite und bringen in verschiedensten Bereichen ihr Fachwissen ein. “Die Initiativen können das Programm als Boost für ihre Idee verstehen. Bei uns werden sie alle Ressourcen erhalten, die sie für den Erfolg benötigen”, sagt Henrike Schlottmann, Co-Geschäftsführerin bei Project Together.

Ein Beispiel für eine bereits bestehende Initiative sind die “Climate Farmers”: eine Bewegung mit Beteiligten aus regenerativer Landwirtschaft, Unternehmertum und Bürger:innen. Sie ist aus der Idee heraus entstanden, dass für ein schnelles und doch nachhaltiges Wachstum von regenerativen Praktiken Infrastruktur nötig ist. Die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Mehrwerte regenerativer Landwirtschaft sollen messbar gemacht werden, damit sich Förderung an Resultate statt Praktiken knüpfen lässt. Dazu destillieren die “Climate Farmers” Best Pratices und machen die Expertise verfügbar – ein inspirierendes Beispiel für andere!

Neugierig geworden? Am Dienstag, 30.06.2020, 18.00-19.30 Uhr findet der Farm-Food-Climate Dialog IV statt. Thema: Wie schaffen wir eine breite Bewusstseins- und Verhaltensänderung im Umgang mit Lebensmitteln?

Hier geht es zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZwpd-qrpjkvHdHhmSaAZFi4aV7dv8UCiLT4

 

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Farm-Food-Climate Dialog IV: Wie schaffen wir eine breite Bewusstseins- und Verhaltensänderung im Umgang mit Lebensmitteln?

Dienstag, 30.06.2020, 18.00-19.30 Uhr

Hier geht es zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZwpd-qrpjkvHdHhmSaAZFi4aV7dv8UCiLT4

Bildmaterial für den Farm-Food-Climate Dialog IV:

https://drive.google.com/drive/folders/10qgXGcZFMnxmRQJYgyTSCfxB_IigHFYL

Profit vor Menschen- und Tierwohl, Vergeudung von Ressourcen, ungebändigter Klimawandel – den meisten Verbraucher:innen ist die mangelnde Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie präsent, siehe die jüngsten Skandale in der Fleischproduktion. Umfragen bestätigen, dass das Problembewusstsein für die ökologischen und sozialen Folgen unserer Lebensgewohnheiten wächst (Umfrage vom Umwelt-Bundesamt 2019).

Und dennoch fehlen bislang Veränderungen größeren Ausmaßes bei Nachfrage und Konsum von Lebensmitteln. Welchen Einfluss haben einzelne Verbraucher:innen durch ihr Verhalten auf den Agrar- und Ernährungssektor? Wie kann ein breites Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit beim Umgang mit Lebensmitteln wachsen? Wie gelingt es, den Veränderungswillen der breiten Bevölkerung für einen bewussteren Lebensmittelkonsum zu aktivieren?

Am Dienstag, 30.06.2020, um 18:00 Uhr setzen wir den Dialog zur Farm-Food-Climate Challenge fort. Mehrere Expert:innen zum Thema Bewusstsein und Verhalten beim Umgang mit Lebensmitteln werden dazu ihre Perspektiven mit uns teilen. Wir freuen uns auf:

  • Christoph Schmitz, Gründer von Ackerdemia, gemeinnütziger Verein, der mit Projekten wie “GemüseAckerdemie” Wertschätzung für Lebensmittel stärkt
  • Line Niedeggen, Klimaschutzaktivistin bei Fridays for Future Heidelberg
  • Dr. Jan Niessen, Professor für Strategische Marktbearbeitung in der Biobranche, echnischen Hochschule Nürnberg
  • Dr. André Reichel, Professor für Critical Management & Sustainable Development, International School of Management (ISM) in Stuttgart (angefragt)
  • Benedikt Bösel, regenerativer Landwirt und Initiator von Boden – Mehr als ein Grund