Anlässlich seiner Rede am politischen Aschermittwoch in der Emmendinger Steinhalle stattete der Bundesvorsitzende der Grünen, Robert Habeck, der Regionalwert AG Freiburg einen Blitzbesuch ab. Dank der Pünktlichkeit der Deutschen Bahn gab es für ihn spontan die Gelegenheit sich über den aktuellen Stand der gesamten Regionalwert-Bewegung und die aktuellsten Projekte der Regionalwert AG Freiburg zu informieren. Das Grundkonzept der Regionalwert AG kennt er bereits aus Hamburg/Schleswig-Holstein und aus Freiburg.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vorstand Christian Hiß, der Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalwert AG Freiburg Uli Drescher und der Vorsitzende der Forschungsgesellschaft DIE AGRONAUTEN e.V. Dr. Jörgen Beckmann berichteten von aktuellen Forschungs- und Beteiligungsprojekten. Robert Habeck, in Begleitung der Bundessprecherin der Jungen Grünen Ricarda Lang und dem Vorstand der Emmendinger Grünen Markus Rasp, zeigte großes Interesse an dem Forschungsprojekt „Richtig rechnen in der Landwirtschaft“, der daraus entwickelten Methodik der Regionalwert-Nachhaltigkeitsbilanzierung und dem jüngsten und umfangreichsten Entwicklungsprojekt QuartaVista. Die Co-Projektleiterin Dr. Jenny Lay-Kumar umschrieb kurz und prägnant den Ansatz des vom BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) geförderten Projektes zur umfassenden Erfassung sozialer, ökologischer, finanzwirtschaftlicher und wissensrelevanter KPI´s der Unternehmensführung in der Ernährungswirtschaft. Zusammen mit SAP SE als Hauptverantwortliche des Projektes und den Partnern Cognostics AG/Parmendides Stiftung sollen spezifische Indikatoren und Erfassungskonten entwickelt werden, die alle relevanten materiellen und immateriellen, internen und externen Werte eines Unternehmens auf der Basis der betrieblichen Buchhaltung erfassen und einer umfangreichen Bewertung zur Steuerung und zur Messung von Unternehmenserfolg zuführen. Regionalwert AG Freiburg steuert ihr seit vielen Jahren erarbeitete Wissen zu nachhaltiger Unternehmensführung bei, SAP SE ihre ERP Programme und Cognotics/Parmenides ihr Know-How komplexe Entscheidungssituationen digital zu unterstützen.

Die Methode und das Instrument werden in vier Experimentierräumen praktisch ausprobiert und verfeinert. Habeck zeigte sich außerordentlich interessiert an dem Projekt und hatte die Idee mit dieser Methode nicht nur Unternehmen, sondern auch Städte und Kommunen zu analysieren und zu führen.

Christian Hiß überreichte Robert Habeck die Broschüre zur Regionalwert-Nachhaltigkeitsbilanzierung, eine Methode mit der aus der betrieblichen Buchhaltung heraus die sozialen, ökologischen und regionalwirtschaftlichen Leistungen und Risiken landwirtschaftlicher Betriebe analysiert und bewertet werden können. Diese Methode ist im Kontext des seit Mitte 2018 laufenden Projekts „Richtig rechnen in der Landwirtschaft“ entwickelt worden. Es wird vom Badenova-Innovationsfonds und der Software AG Stiftung finanziell gefördert und von den Agronauten e.V. und der Regionalwert AG Freiburg durchgeführt. Die entwickelte Methode und das Instrument sollen ab Herbst 2019 in den Markt eingeführt werden. Mit ihr können dann landwirtschaftliche Betriebe in ganz Deutschland ihre Leistungen zur nachhaltigen Betriebsführung monetär nachweisen und in Rechnung stellen.

Heinz Rehm, Mitarbeiter der Regionalwert AG und verantwortlich für die Beteiligungsprojekte, konnte vom jüngsten Erfolg bei der Neustrukturierung eines landwirtschaftlichen Betriebes berichten. Mit Hilfe einer Eigenkapitaleinlage der Regionalwert AG ist es gelungen dem Betrieb eine neue Perspektive zu geben. Mit Robert Habeck, der sich als Agrarminister a.D. des Landes Schleswig -Holstein bestens mit den finanziellen Schwierigkeiten der Landwirtschaft auskennt, war beeindruckt. Er bekräftigte, dass solch ein Programm eigentlich groß angelegt zwischen Politik, Finanzwirtschaft, Landwirtschaft und der Regionalwert AG als operativer Vertreterin der Gesellschaft aufgelegt werden sollte. Er versprach bei den „richtigen Stellen“ darauf hinzuweisen.

Es ist Robert Habecks besonderer Auffassungsgabe und seinem Interesse für die Regionalwert AG zu verdanken, dass in kürzester Zeit viel Inhaltliches besprochen werden konnte.