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SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle besucht die Regionalwert-AG

„Nachhaltigkeit muss auch in der Bilanz einen Stellenwert bekommen“ Seit Juni hat die Regionalwert AG ihre Geschäftsstelle in Emmendingen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle hat sich aus diesem Anlass nun zu einem Gespräch mit der Geschäftsführung dieses innovativen Unternehmens getroffen. „Unser Konzept ist, dass Bürger mit dem Kauf von Anteilen Geschäftsmodelle in der Region unterstützen, die eine […]

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„Nachhaltigkeit muss auch in der Bilanz einen Stellenwert bekommen“

Seit Juni hat die Regionalwert AG ihre Geschäftsstelle in Emmendingen. Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle hat sich aus diesem Anlass nun zu einem Gespräch mit der Geschäftsführung dieses innovativen Unternehmens getroffen.

„Unser Konzept ist, dass Bürger mit dem Kauf von Anteilen Geschäftsmodelle in der Region unterstützen, die eine ökologische Ernährungswirtschaft vor Ort sicherstellen. Für die Probleme der Kapitalbeschaffung von Unternehmensneugründungen können wir damit neue Lösungen anbieten“, erklärte Vorstandsmitglied und Gründer Christian Hiß.

Eine Aktie der Regionalwert AG kann für 500 Euro erworben werden. Derzeit hat die Gesellschaft ein Kapital von 2,3 Millionen Euro. Dieses Geld werde laut Hiß für langfristige ökologische Investitionen verwendet. Bereits in den 60er Jahren hatten seine Eltern mit der Biolandwirtschaft begonnen und sich eine Vorreiterrolle in der Region erarbeitet.

Sabine Wölfle äußerte sich anerkennend über dieses Konzept. „Die regionale Wertschöpfung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft ist mir ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen ein Umdenken in den Köpfen, um unseren Lebensraum mit dieser Bodenkultur  erhalten zu können“, erklärte die Abgeordnete. Dabei investiert die Regionalwert AG nicht nur in Unternehmen, sondern sucht auch Nachfolgebetreiber für stillgelegte Bauernhöfe. Hier gibt es gerade im Landkreis Emmendingen noch viel Potenzial.

Ein großes Problem sieht Hiß dabei in den aktuellen Bilanzregeln. Diese seien für innovative Unternehmen, die in neues Saatgut und neue Anbaumethoden investierten, nur nachteilig. In Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg arbeitet er derzeit an einer wissenschaftlichen Studie, die eine Reform des Bilanzrechts anregen soll. Die Studie wird in etwa drei Jahren abgeschlossen sein. Hiß strebt dabei eine Internalisierung externer Kosten an, wie es beispielsweise in Südafrika praktiziert wird.